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Brandenburg als abschreckendes Vorbild?

Das Landes-Sozialministerium von Brandenburg hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die den Pflegenotstand deutlich machen. Droht sogar der Kollaps des Pflegesystems? Es ist nicht nur Personalsorgen, die das Bundesland belasten.

Das es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt und immer weniger Pflegekräfte, das ist bereits seit einigen Jahren abzusehen. Diese Entwicklung zeichnet sich auf dem gesamten Bundesgebiet ab und wird immer bedrohlicher. Was in weiten Teilen Deutschlands noch Zukunftsmusik ist, scheint in Brandenburg schon bittere Realität.

Die erste „Brandenburger Fachkräftestudie Pflege“, in Auftrag gegeben vom brandenburgischen Sozialministerium, zeigt dies ganz deutlich. "Die Pflegestudie zeigt eindeutig, ein weiter so geht nicht. Notwendig ist ein pflegepolitischer Aufbruch", befand da auch Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) gegenüber der Ärzte-Zeitung .

Bei konstanten Rahmenbedingungen steigt die Zahl der Pflegefälle bis 2030 um etwa  70 Prozent, so die ernüchternde Prognose. Alleine Brandenburg hätte dann 162.000 Menschen, die auf Pflege angewiesen sind. Entsprechend wurde der Personalbedarf insgesamt auf etwa 54.000 Fachkräfte steigen, derzeit sind es rund 29.000.

Ein wichtiger Punkt um dem entgegen zu wirken, sind laut der Studie „pflegevermeidende Unterstützungsstrukturen vor Ort“. Darunter verstehen die Autoren barrierefreier Wohnraum, öffentlicher Nahverkehr, wohnortnahe Betreuungs- und Alltagsleistungen und Seniorenbegegnungsstätten.

Diese Form der Vorsorge sei in der Uckermark bereits sehr gut umgesetzt. Auch in Zukunft sind niedrigschwellige Entlastungsangebote das Ziel der Landesregierung, um dem drohenden Pflegekollaps zu vermeiden.

Auch dem Fachkräftemangel soll entgegen gewirkt werden. In dem zum Beispiel die Quote der Vollzeitbeschäftigten erhöht wird. Außerdem soll die Bezahlung der Pflegekräfte verbessert werden, um den Beruf attraktiver zu machen. Ferne sei ein Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche notwendig, so Sozialminister Baaske.

2.4.14 15:38

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