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Die Pflege erhält mehr Geld

Es ist ein leidiges Thema für die Politik: Pflege. Die alternde Gesellschaft erfordert ein finanziell besser ausgestattetes Pflege-System. Doch eine richtig gute und menschenwürdige Pflege kostet ein ganze Menge Geld. Der Staat kann und will das eigentlich nicht alleine stemmen. Private Vorsorge wird immer wichtiger. Denn das Heer der alten Menschen wächst weiter. Junge, arbeitende Deutsche werden dagegen immer seltener.

Die jüngste Pflege-Reform doktort weiter an den Problemen herum, ohne sie wirklich zu lösen. Die Bundesregierung kann wohl auch kaum in einer Hauruck-Situation alles verbessern. Das würde zu viel Geld kosten und wäre der jüngeren Generation nicht erklärt werden.

"Die Menschlichkeit unserer Gesellschaft muss sich gerade darin zeigen, wie wir mit Pflegebedürftigen und Kranken umgehen", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Doch in vielen Pflegeeinrichtungen herrschen immer noch schlimmer Verhältnisse. Alte Menschen darben ihrem Tot entgegen. Vernachlässigt und Vereinsamt. Das liegt auch daran, dass die Politik zu spät erkannt hat, welche Pflege-Welle da auf uns zurollt.

Besonders drastisch zeigt sich der Notstand beim besetzen offener Stellen. Bis 2030 werden eine Millionen mehr Menschen erwatet, die Pflegebedürftig sind. Gleichzeitig gäbe es dann rund 500.000 Stellen, die nicht besetzt werden könnten.

Immerhin mit der neuen Pflege-Reform steigen die Pflege-Sätze um etwa vier Prozent. Zudem wird die Betreuung zu Hause gestärkt. Ein erster Schritt. Denn ohne pflegende Familien wird die Last in den kommenden Jahren kaum oder gar nicht zu stemmen sein.

30.5.14 13:30, kommentieren

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Weniger Bürokratie, dafür mehr Zeit für den Patienten

Wer sich mit Menschen unterhält, die in der Pflege arbeiten, der wird immer sehr schnell auf das selbe leidige Thema zu sprechen kommen: Der Bürokratie. Viele Pfleger empfinden sie als überbordend, Belastung und schlichtweg zu viel. Diesem Thema möchte sich das Gesundheitsministerium nun annehmen. Zwei Gesetze sind jetzt schon auf der Verabschiedungs-Autobahn und sollen Anfang des kommenden Jahres bereits in Kraft treten. Bei diesen geht es zum einen um die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung und zum anderen um die bessere Vereinbarung von Arbeit und Beruf. Positives Fazit einer ersten Studie Doch das Hauptthema im Gesundheitsministerium ist und bleibt die Dokumentation. Eine erstes Modellprojekte zeigte nun die Umsetzbarkeit des neuen System SIS (Strukturiere Informationssammlung). Es soll das alte „Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens“ Modell ersetzen. Das neue Konzept wurde ein viertel Jahr an 26 stationären und 31 mobilen Pflegediensten getestet. Der Abschlussbericht zieht dabei ein mehr als positives Fazit. So würde die Dokumentation von den Mitarbeitern nicht mehr als Belastung empfunden. Und das war schließlich auch das Ziel in der Entwicklung des SIS. Es wird jetzt als sehr gute Grundstruktur für die Entwicklung einer standardisierten Pflegedokumentation angesehen. Weitere Schritte sollen folgen Als nächster Schritt müssen nun die gewonnen Erfahrungen auf Bundesebene umgesetzt werden. Dann könnten zukünftig die Pflege sich mehr um ihre Patienten kümmern statt um den lästigen Papierkram. In einer Studie vor dem SIS-Modellversuch hatte noch die Mehrheit der Pflege angegeben, dass sie die Berichte und Krankheits-Historien kaum noch oder gar nicht lesen würden. Sie waren einfach zu kompliziert und zu ausufernd. Auch ein zweites großes Thema soll noch in dieser Legislatur-Periode angegangen werden: Die Qualitätsüberwachung der Pflege soll klarer und einfacher strukturiert, sowie allgemein verbessert werden. Im Moment ist es bereits ein Problem, dass es keine einheitliche Prüfinstanz, sondern eine ganze Liste an Prüfern gibt. Auch das soll sich bald schon ändern.

2.5.14 21:53, kommentieren