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Diskussion Um Pflege-Reform

Das sich bei der Pflege in Deutschland etwas ändern muss, das ist bereits seit langer Zeit klar. Schließlich wird unsere Gesellschaft immer älter. Es gibt mehr Menschen, die Pflege benötigen und immer weniger, die Pflege können oder für die Pflege-Kosten aufkommen können.

Also sah sich die Bundesregierung zum Handeln gezwungen. In einer ersten Stufe der Pflege-Reform sollen alle Leistungen um etwa vier Prozent steigen. Dazu versprach Bundes-Gesundheitsminister Gröhe (CDU) 20.000 zusätzliche Pflege-Kräfte. Die Reform sei der richtige Schritt "um die Pflege in unserem Land nachhaltig zu stärken", sagte Gröhe während der Debatte.

Reform richte sich nach dem individuellen Bedarf der Pflege-Bedürftigen. 20 Jahre nach der Einführung der Pflege-Versicherung sei sie ein großer Schritt.

Zwei Schritte sind geplant: zunächst steigt der Anteil für die Pflege-Versicherung sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Arbeitgeber. Dadurch sollen über drei Milliarden Euro zusätzlich eingenommen werden. Etwa 1,4 Milliarden sollen in die ambulante Pflege gesteckt werden. Eine weitere Milliarde soll in verbesserte Arbeitsbedingungen für Pfleger fließen. Hier gibt es seit langem Kritik - Pflege hätten zu wenig Zeit und könnten den Menschen nicht gerecht werden.

In einem zweiten Schritt soll dann noch das Bewertungs-System zugunsten von psychisch kranken Menschen angepasst werden.

Allerdings - zum Thema Bewertung von Pflege-Einrichtungen gab es allerdings noch nichts neues. Hier bleibt weiter alles beim Alten.

Auch die Opposition hatte einiges zu meckern. Sie kritisiert, dass die Reform nicht weit genug gehe. Eine gute Pflege hänge weiter nur vom Geldbeutel ab, kritisieren Grüne und Linke. Einfach mehr Geld ins System zu pumpen sei der falsche Weg. Der Regierung fehle es an Ideen und Kreativität, um das Problem richtig zu bekämpfen, heißt es aus der Opposition.

30.7.14 19:09, kommentieren

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Personal-Mangel in der Pflege

Im Pflege-Bereich gibt es mittlerweile eine nicht mehr wg zu diskutierenden und ziemlich eklatanten Mangel an Fachkräften. Deshalb sind neue Ideen, wie jungen Menschen für einen Pflege-Beruf begeistert werden können derzeit sehr gefragt.

Immer mehr Unternehmen, aber auch die Arbeitsagentur und verschiedene Verbände werben verstärkt auf Messen nach Nachwuchs für die Pflege-Branche. Doch dieses Unterfangen ist schwer: der Beruf hat kein besonders gutes Image, leidet immer wieder unter großen, öffentlichen Skandalen. Dazu ist die Arbeit hart und wird schlecht bezahlt. Oft sind die Pfleger die Dummen, obwohl System-Fehler für ihr Versagen verantwortlich sind.

Doch es scheint noch ein anderes Problem mit dem Personal-Mangel zu geben: viele Betriebe bilden gar nicht erst aus, da sie die Kosten dafür alleine tragen müssten. Deshalb schlägt die bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml vor, einen Ausbildungsfond auf Bundesebene zu gründen.

Dieser Fond soll sich dann an den Ausbildungs-Kosten beteiligen. So blieben nicht nur die Heime und ihre Bewohner auf den Kosten sitzen. In Bayern gäbe es bereits ein ähnliches Modell, so Huml. Die Zahl der Ausbildungen sei dadurch um etwa ein Viertel gestiegen.

Wie groß der Personal-Mangel in einer Pflege-Einrichtung wirklich ist, können Angehörige von Pflegebedürftigen oft nur sehr schwer feststellen. Die Test-Noten des TÜVs sind kaum nachvollziebar. Die Durchschnittsnote in Deutschland liegt bei 1,2. Wer soll das verstehen?

Portale wie pflege-information.net/ setzen dagegen auf Erfahrungsberichte. Eine absolute Sicherheit gibt das nicht, scheint aber angesichts der TÜV-Noten die bessere Alternative zu sein.

11.6.14 15:42, kommentieren